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2010/07/09

Fit und aktiv im Alter - Der digitale Fitnesstrainer für Senioren

Im europäischen Forschungsprojekt PAMAP („Physical Activity Monitoring for Aging People“) arbeiten Wissenschaftler des DFKI-Forschungsbereichs „Erweiterte Realität„ an einem Prototyp, der die physischen Aktivitäten von Senioren erfasst und sie motiviert, bis ins hohe Alter körperlich aktiv, fit und gesund zu bleiben. Ein internationales Expertenteam für Sensorik, Biomechanik und Medizin beschäftigt sich im Rahmen des EU-Projektes mit der Fragestellung: Wie können moderne Informations- und Sensortechnologien älteren Menschen helfen, ein besseres Leben zu führen?

„Unser Assistenzsystem kann sowohl zur Prävention als auch für Reha-Maßnahmen eingesetzt werden“, so Professor Didier Stricker, Leiter des Forschungsbereichs in Kaiserslautern. „Auf der Basis kleiner, inertialer Sensoren erfasst es die körperlichen Aktivitäten und informiert den Anwender. Über ein biomechanisches Modell können außerdem die Bewegungen des Oberkörpers genau ermittelt und für  spezielle Übungen zur funktionellen Rehabilitation genutzt werden.“

Ähnlich wie ein Fitness-Coach lobt das PAMAP-System den Anwender, korrigiert seine Bewegungen oder warnt ihn vor Überanstrengung und hilft so, die Übungen nachhaltig korrekt durchzuführen. Die erfassten Bewegungen werden auf dem Fernseher dargestellt. Bei falscher Ausführung werden Korrekturhinweise wie etwa „Sie müssen den Arm vollständig ausstrecken!“ angezeigt. Die relevanten Daten werden in einer elektronischen Krankenakte gespeichert und können später vom Anwender und seiner Familie betrachtet, und von medizinischen Spezialisten analysiert werden. Die behandelnden Ärzte und Physiotherapeuten können so frühzeitige Diagnosen stellen, den Erfolg von Therapien messen und den Benutzern interaktive Hilfestellung bei der Befolgung ihres Therapieplans geben.

„Mit der Unterstützung des PAMAP-Systems können Senioren ihre Gesundheit und Lebensqualität eigenständig und in ihrer gewohnten Umgebung verbessern“, betont Professor Stricker.

Medizinische Studien belegen, dass eine ausgewogene körperliche Aktivität positive Effekte auf die Gesundheit hat und die Lebenserwartung verlängert. Insbesondere für ältere Generationen ist die Motivation zur ausgewogenen körperlichen Aktivität von entscheidender Bedeutung.

Ein Video des PAMAP-Systems und weitere Informationen zum Projekt finden Sie im Internet unter:

http://www.pamap.org/news.html
http://www.pamap.org/

DFKI-Pressekontakt Kaiserslautern:
Udo Urban
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Telefon: 0631-20575-1700
E-Mail: udo.urban@dfki.de

 

2010/06/24

DFKI ist "Aufsteiger des Jahres" im trendence Absolventenbarometer 2010

Das DFKI belegt beim "trendence Absolventenbarometer 2010" aus dem Nichts heraus den 27. Platz in der Edition IT und ist nicht nur zum ersten Mal in den TOP 100 des Rankings vertreten, sondern damit auch gleich der "Aufsteiger des Jahres".

Zum zwölften Mal in Folge haben über 30.000 Studierende, Absolventinnen und Absolventen im Rahmen der Studienreihe ihre beliebtesten Arbeitgeber gewählt. Damit ist die Studie in den vier Editionen Business, Engineering, Law und IT nicht nur die größte Untersuchung ihrer Art, sondern auch die umfassendste, die jemals durchgeführt wurde. In der IT-Edition werden die 100 beliebtesten Arbeitgeber aus dem Bereich IT gekürt.

Laut der Studie hegen ITler ein großes Bedürfnis nach attraktiven Arbeitsaufgaben und legen Wert auf Kollegialität am zukünftigen Arbeitsplatz. Dr. Walter Olthoff, Kaufmännischer Geschäftsführer des DFKI: "Die erfreuliche Bewertung des DFKI durch die IT-Absolventen bestätigt und würdigt unser attraktives Modell einer wahlweise industrieorientierten oder akademisch ausgerichteten Berufslaufbahn. Diese am DFKI seit der Gründung 1988 praktizierte Durchlässigkeit zwischen beiden Karrierepfaden ist vielen Absolventen leider gar nicht bekannt - wir freuen uns, dass durch diese Studie die Chance entsteht, uns einem noch breiteren Kreis von Absolventen in dieser Hinsicht zu empfehlen und damit in der Zukunft eine noch positivere Resonanz zu erzeugen."

Das DFKI mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen sowie einem Projektbüro in Berlin hat sich seit 1988 zum weltweit größten Forschungszentrum auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz entwickelt. Das Auftragsvolumen des DFKI für das Jahr 2009 betrug 29,6 Millionen Euro. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen 380 Mitarbeiter aus 46 Nationen an innovativen Software-Lösungen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Wissensmanagement, Multiagententechnologie, Simulierte Realität, Sprachtechnologie, Intelligente Benutzerschnittstellen, Bildverstehen, Mustererkennung, Robotik, Sichere Kognitive Systeme, Erweiterte Realität und Wirtschaftsinformatik. Das Durchschnittsalter der DFKI-Mitarbeiter ist mit nur 38 Jahren sehr niedrig. Das liegt unter anderem am stetigen Nachschub an hochqualifizierten Absolventen aus dem exzellenten wissenschaftlichen Umfeld des DFKI, für deren Mehrzahl die DFKI-Zeit ein Sprungbrett in Wirtschaft oder Spitzenforschung sein soll. Der Erfolg bestätigt diesen Ansatz: In den 22 Jahren seines Bestehens gingen aus dem DFKI über 50 Professoren und Professorinnen und über 50 Spin-Off Unternehmen mit mehr als 1.300 hochqualifizierten Arbeitsplätzen hervor.

Weitere Informationen:
Informationen zum Ranking
Der Artikel der Computerwoche zum Ranking

2010/06/21

John Deere ist neuer Gesellschafter des DFKI

Deutschlands größter Landtechnikhersteller, John Deere, ist ab sofort neuer Industriegesellschafter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI). Anlässlich der offiziellen Einweihung des europäischen Technologie- und Innovationszentrums (ETIC) von John Deere in Kaiserslautern wurde dieser weitere Schritt in den langjährigen und fruchtbaren Beziehungen der beiden Unternehmen verkündet.

Eine langfristige Kooperation mit dem DFKI ist für uns ein wesentlicher Baustein im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien für die Entwicklung von intelligenten Systemen in der Landtechnik“, sagte Professor Dr. Klaus Höhn, Vice President, Advanced Technology & Engineering bei John Deere, während der feierlichen Eröffnung des ETIC im PRE-Park Kaiserslautern am Donnerstag.

"Ressourcenschonung durch intelligente Software- und Sensorsysteme ist einer der Megatrends, die wir am DFKI im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung intensiv vorantreiben“, so Professor Dr. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des DFKI. „Mit John Deere konnten wir den besten Partner finden, um unsere Forschungsergebnisse zu diesem aktuellen Thema in die kommerzielle Praxis der Agrarwirtschaft als einer wichtigen Zielbranche umzusetzen. Wir sind stolz darauf, dass sich aufgrund unserer Spitzenforschung und Innovationserfolge mit John Deere jetzt ein weiterer Weltmarktführer entschieden hat, dem Kreis der Gesellschafter der DFKI GmbH beizutreten.“

Die Kooperationspartner werden zukünftig neue Technologien für eine wissenszentrierte Landwirtschaft entwickeln. Professor Dr. Andreas Dengel, Wissenschaftlicher Direktor und Mitglied der Unternehmensleitung am DFKI, zum Ausbau der Zusammenarbeit mit John Deere: „Die hochmoderne Landmaschinentechnik von John Deere und die intelligenten Wissenstechnologien des DFKI sind eine großartige Basis, um standortbezogene Dienste für ein verteiltes Wissensmanagement aller beteiligten Kräfte im Agrarbereich zu entwickeln und so die Wertschöpfungskette in der Landwirtschaft zu optimieren. Die Forscher des DFKI und die Entwickler von John Deere arbeiten zukünftig Hand in Hand am Standort Kaiserslautern zusammen.“

Gemeinsam mit weiteren Partnern kooperieren John Deere und das DFKI bereits erfolgreich im Forschungsprojekt iGreen, das im Rahmen des Forschungsprogramms "IKT 2020 - Forschung für Innovation" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis Ende 2012 mit über 14 Millionen Euro gefördert wird.

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen sowie dem Projektbüro in Berlin hat sich seit der Gründung 1988 zum weltweit größten Forschungszentrum auf diesem Gebiet entwickelt. Mit einem Finanzierungsvolumen von 29,6 Mio. Euro für das Jahr 2009 wurde das bisherige Rekordergebnis des Vorjahres nochmals übertroffen. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen mehr als 390 Mitarbeiter und über 360 Studenten aus 53 Nationen an innovativen Software-Lösungen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Wissensmanagement, Multiagententechnologie, Simulierte Realität, Sprachtechnologie, Intelligente Benutzerschnittstellen, Bildverstehen, Mustererkennung, Robotik, Sichere Kognitive Systeme, Erweiterte Realität und Wirtschaftsinformatik.

DFKI-Pressekontakt Kaiserslautern:
Udo Urban
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Telefon:     0631 20575-1700
E-Mail:       udo.urban@dfki.de
Internet:     www.dfki.de

2010/06/10

Große Ehre für das DFKI: Text 2.0 auf Google Zeitgeist 2010

Auf Einladung von Google präsentierte das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) Text 2.0 auf "Zeitgeist 2010" in Hertfordshire, England. "Zeitgeist" ist eine von Google organisierte Konferenz für Vorstände, Geschäftsführer und Entscheider von großen Unternehmen. Auf der Veranstaltung werden jährlich zukünftige Trends vorgestellt. Prof. Andreas Dengel, Mitglied der DFKI-Geschäftsführung und wissenschaftlicher Direktor, nahm auf Einladung von Google an der Podiumsdiskussion „Die Welt von morgen“ teil und vermittelte die Technologien, Ideen und Visionen von Text 2.0.

Unter den Teilnehmern und Rednern von Zeitgeist 2010 waren unter anderem auch Nobelpreisträger Desmond Tutu, Londons Oberbürgermeister Boris Johnson, Tim Berners-Lee, der Erfinder des Internet und Starbucks Geschäftsführer Howard Schultz.

Die hochrangigen Besucher konnten sich in einer Ausstellung mit Systempräsentation von den neuen Trends und Technologien inspirieren lassen. Text 2.0 war unter den insgesamt 5 Exponaten die einzige Demo aus dem akademischen Umfeld. Unter den vielen Besuchern die sich am DFKI-Stand informiert und Text 2.0 getestet haben war auch die Führungsetage von Google mit den Vorständen Larry Page und Eric Schmidt.

Text 2.0 basiert auf der Idee, dass ein Text  „weiß“ wenn er gelesen wird: Mit Hilfe eines Eye-Trackers bestimmt Text 2.0 die Blickposition auf dem Bildschirm. Kontextbezogen spielt das System atmosphärisch und thematisch passende Multimedia-Effekte zur gerade gelesenen Textpassage ein, zum Beispiel Bilder, Geräusche oder Musik. Aber Text 2.0 kann noch mehr: Übersetzungen fremdsprachiger Textstellen werden genau dann eingeblendet, wenn diese gelesen werden. Intelligente Fußnoten erläutern komplexe Sachverhalte, Begriffe oder Ereignisse. Und sollte beim Lesen einmal der Anschluss verloren gegangen sein, markiert ein roter Pfeil die zuletzt betrachtete Stelle.

Weitere Informationen zu Text 2.0 finden Sie im Internet unter:
http://text20.net

Kontakt:
Prof. Dr. Prof. h.c. Andreas Dengel
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Tel.: 0631-20575-101
E-Mail: andreas.dengel@dfki.de
Internet: www.dfki.de

2010/06/02

Fraunhofer IESE präsentiert das Weiterbildungsprogramm LEA

Anlässlich der 48. Bundeskonferenz mittelständischer Volkshochschulen wurde gestern in Kaiserslautern das Projekt "Lernend altern - alternd lernen" (LEA) erstmalig vorgestellt. Ab sofort können sich interessierte BürgerInnen der Stadt Kaiserslautern ab 65 Jahren zur kostenfreien Teilnahme an dem Pilotprojekt anmelden. Im Herbst 2010 werden die mediengestützten Kurse „Gedächtnistraining“ und „Bildbearbeitung“ angeboten. Teilnehmende erhalten für die Kursdauer einfach zu bedienende PCs und kostenfreie Internetanbindungen.

Link zur Pressemitteilung des Fraunhofer IESE

2010/04/28

Netzwerkprojekt „Intelligente Systeme für ein besseres Leben - InSeL“ erfolgreich gestartet

Steigende Energiepreise und demografischer Wandel – das sind die beiden großen Herausforderungen, vor denen wir im 21. Jahrhundert stehen. Mit diesen Ausblicken hat sich die Auftaktveranstaltung des Netzwerks „Intelligente Systeme für ein besseres Leben“ – „InSeL“ gestern im Fraunhofer-Zentrum Kaiserslautern beschäftigt.

Link zur Pressemitteilung des Fraunhofer IESE

2010/03/04

Fachhochschule Kaiserslautern nun offizielles Mitglied in der Science Alliance

In der gestrigen Mitgliederversammlung der Science Alliance Kaiserslautern e.V. wurde die Fachhochschule Kaiserslautern offiziell als neues Mitglied begrüßt. Der Vorsitzende der Science Alliance, Prof. Dr. Helmut Schmidt, erläuterte, dass ursprünglich die Institute aus der TU Kaiserslautern die Science Alliance bilden sollten. „Mit der Aufnahme der FH Kaiserslautern sind nun alle wichtigen Institutionen am Wissenschaftsstandort Kaiserslautern in einem Verbund vertreten. Mögliche Kooperationen zwischen der FH und den anderen Mitgliedern werden ausgelotet und geprüft“, ergänzte Helmut Schmidt.

„Die Science Alliance leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und zur Darstellung der Stadt Kaiserslautern und der Westpfalz als Wissenschafts-, Technologie- und Innovationsstandort“, erläuterte FH-Präsident Prof. Dr. Konrad Wolf. „Als wirtschaftsnah ausgerichtete Hochschule schlägt die FH in der Innovationskette die Brücke von der Grundlagenforschung zur Anwendung in den Unternehmen.“

 Bei den anstehenden Neuwahlen wurden der Vorsitzende der Science Alliance, Prof. Dr. Helmut Schmidt, der stellvertretende Vorsitzende, Prof. Dr. Andreas Dengel, sowie der Schatzmeister, Prof. Dr. Klaus J. Zink, jeweils ohne Gegenstimme wiedergewählt.

Im Frühjahr 2007 haben sich acht renommierte Forschungsinstitute und die TU Kaiserslautern zur Science Alliance Kaiserslautern e.V. zusammengeschlossen. Mit diesem Zusammenschluss wurde eine einzigartige Plattform des wissenschaftlichen Austauschs geschaffen. Über sie wird das wissen­schaftliche Know-how Kaiserslauterns gemeinschaftlich dargestellt, um als Wissenschaftsregion sichtbar zu werden. Als Technologiestandort profitiert Kaiserslautern dabei von kurzen Wegen und einem funktionierenden Netzwerk, in das Stadt, Land, wissenschaftliche Einrichtungen und ortsansässige Unternehmen gleichermaßen eingebunden sind. Der Science Alliance geht es aber auch darum, das Wissen aus der Forschung in die Anwendung zu führen und Zukunftsentwicklungen aufzuzeigen. Dieses Disziplinen übergreifende Netzwerk ermöglicht innovative Lösungen unter Berücksichtigung jeweils neuester Technologien und Verfahren und versteht sich als Motor für das Wirtschaftswachstum in der Region.

Die Fachhochschule Kaiserslautern ist eine moderne Hochschule für angewandte Wissenschaften und Gestaltung. Rund 5.500 Studierende und etwa 140 Professorinnen und Professoren lernen, lehren und forschen in fünf Fachbereichen an den Studienorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken. Damit erstreckt sich die Hochschule flächenmäßig über die gesamte Westpfalz. Aufgrund der Praxisphasen im Studium hat die FH traditionell einen engen Kontakt zur Wirtschaft und besonders zu den Unternehmen in der Westpfalz.

Die Schwerpunkte in der angewandten Forschung und Entwicklung liegen in den Bereichen Mikro- und Nanotechnologien, Life Sciences, Materialwissenschaften, Angewandte- und Medieninformatik, nachhaltiges Bauen im Bestand, Regelungstechnik und Nachrichtentechnik. So stehen beispielsweise für die Bereiche Mikrosystemtechnik und Life Sciences ein moderner Reinraum mit mehreren Prozesslinien zur Verfügung, der die Entwicklung von Mikro- und Nanobauteilen erlaubt, sowie umfangreiche Labore zur physikalischen und chemischen Analytik und ein gut ausgestattetes Biotechnologie- und Zelllabor. Ebenso werden seit vielen Jahren Projekte durchgeführt. So in der Werkstoffmechanik mit einem Schwerpunkt auf Eigenspannungsuntersuchungen. Des Weiteren werden Systeme entwickelt, bei denen Software in engem Zusammenhang mit technischen oder organisatorischen Komponenten steht oder es wird die  Sanierung von Gebäuden (z.B. von Schulen) unter den Gesichtspunkten der Energieeffizienz und des Raumklimas konzipiert. In diesem Umfeld sind eine Reihe von Kompetenz­zentren und Instituten entstanden, die der Wirtschaft als Partner für Aufträge oder gemeinsame Projekte zur Verfügung stehen.

Mitglieder der Science Alliance sind zurzeit das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH, die Fachhochschule Kaiserslautern, das Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung (IBWF) e.V., das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE), das Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik (IFOS) GmbH, das Institut für Technologie und Arbeit (ITA) e.V., das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM), das Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) GmbH, das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme (MPI SWS) und die Technische Universität Kaiserslautern.

2010/03/03

Weltweit führende Forscher von NICTA und Fraunhofer IESE bündeln ihre Kräfte

Australiens Forschungsnetzwerk für Informations- und Kommunikationstechnologie NICTA hat ein fünfjähriges Kooperationsabkommen mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) geschlossen: An den Forschungseinrichtungen von NICTA in Sydney wird die Fraunhofer-Projektgruppe Transport und Logistik eingerichtet.

Das Abkommen schafft einen soliden Rahmen für gemeinsame Forschungsarbeiten, um Lösungen für die großen Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln – vor allem in Bereichen wie Transport und Logistik, Embedded Systems und Software Engineering. Beide Organisationen stellen mehr als elf Millionen australische Dollar (rund 7,3 Millionen Euro) bereit, um ihre komplementären Fähigkeiten und weltweit führende Expertise zusammenzuführen.

„Die Fraunhofer-Projektgruppe bei NICTA verbindet das überragende Know-how unserer beiden Organisationen. Die Chancen für NICTA und Australien sind groß. Australien stärkt seine Position im globalen Innovationssystem und gewinnt Wettbewerbsvorteile sowohl in technologischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Das Abkommen ist ein großer Schritt“, sagt Dr. David Skellern, Chief Executive Officer von NICTA. „Zusätzlich zu NICTAs Beitrag stellt die Regierung des australischen Bundesstaats New South Wales weitere Fördergelder bereit und unterstreicht damit ihr Engagement für Innovationsförderung“, so Dr. Skellern weiter.

„Das Fraunhofer IESE ist sehr daran interessiert, durch die Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern aus der ganzen Welt sein wissenschaftliches Know-how und sein Ingenieurwissen weiterzuentwickeln. Australien verfügt über Fähigkeiten von Weltklasse. Unsere Zusammenarbeit wird wichtige wissenschaftliche Ergebnisse liefern und bahnbrechende Technologien für den internationalen Markt generieren”, sagt Professor Dieter Rombach, geschäftsführender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering.

Dr. Mark Staples, Senior Researcher bei NICTA, wird die Fraunhofer-Projektgruppe für NICTA leiten. Mark Staples besitzt sowohl Forschungsexpertise als auch Industrieerfahrung in den Bereichen Software Engineering, Softwarearchitektur und Business Technology. Er ist Leiter des Geschäftsfeldes Software-Infrastruktur bei NICTA und hält gleichzeitig als Dozent Vorlesungen an der School of Computer Science and Engineering der University of New South Wales (UNSW). 

„Das Abkommen stellt eine formale Basis für unsere Forschungskooperation dar und bündelt eine eindrucksvolle Palette internationaler Expertise in den Bereichen Ingenieurwesen, Wissenschaft und Industrie. So können wir die Herausforderungen der realen Welt effizient anpacken und lösen. Wir werden dabei insbesondere auf unsere Kompetenzen in den Bereichen Embedded Systems, Software Engineering und Optimierungsmethoden zurückgreifen“, unterstreicht Dr. Staples.

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die größte Organisation für angewandte Forschung in Europa und spielt eine bedeutende Rolle im globalen IKT-Innovationssystem. Die Einrichtung einer Projektgruppe in Australien ergänzt ihre starke internationale Präsenz in Europa, den USA und Asien.

2010/02/23

Verleihung des Datenschutzpreises 2009

Am gestrigen Montag wurde im Landtag Rheinland-Pfalz zum zweiten Mal der Wissenschaftspreis des Landesbeauftragten für den Datenschutz verliehen. Der 2008 geschaffene Preis zeichnet herausragende wissenschaftliche Arbeiten mit Datenschutzbezug aus, die an rheinland-pfälzischen Hochschulen erstellt wurden und soll die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit datenschutzrechtlichen Fragen fördern.

- Der im Kreis der Datenschutzbeauftragten bislang einzige Preis dieser Art wird gemeinsam vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur und dem Landesbeauftragten für den Datenschutz getragen und ist mit 1.000 EUR dotiert.

Der Datenschutzpreis 2009 wurde durch Staatssekretär Michael Ebling und den Datenschutzbeauftragten Edgar Wagner an Stefan Willenbrock, Student an der Universität Kaiserslautern und Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe "Sicherheit in verteilten Systemen" des Instituts für Experimentelles Software Engineering der Fraunhofer-Gesellschaft, für seine Bachelorarbeit zur Kontrolle von Datenflüssen in heterogenen IT-Systemen verliehen.

Im Rahmen der Preisverleihung betonte Staatssekretär Ebling, dass es für das Datenschutzgrundrecht nicht allein darauf ankomme, wehrhaft zu sein. Angesichts einer sich permanent verändernden Informationstechnik bedürfe es einer wissenschaftlichen Begleitung des Datenschutzes und einer angemessenen Medienkomptetenz der Betroffenen.

In seiner Preisrede zum Thema "Modernisierung des Datenschutzes" stellte Prof. Roßnagel, Datenschutzexperte und Vizepräsident der Universität Kassel dar, dass die technische Entwicklung die bisherigen Regelungskonzepte zunehmend in Frage stelle und eine grundlegende Modernisierung des Datenschutzes erforderlich sei. Um in Zeiten des globalen Internet, allgegenwärtiger Informationstechnik und zunehmend komplexer werdenden Datenverarbeitungsprozesse noch selbst über die Verwendung von Daten bestimmen zu können, bedürfe es einer Allianz von Recht und Technik und der Transparenz von Datenverarbeitungsstrukturen und Datenschutzanforderungen, die sich nicht ausschließlich an datenverarbeitende Stellen sondern auch an Hersteller und Anbieter von IT-Lösungen richteten.

Hierfür leiste nach Auffassung des Landesbeauftragte für den Datenschutz, Edgar Wagner, die mit dem Datenschutzpreis ausgezeichnete Arbeit einen wertvollen Beitrag.

Ein zeitgemäßer Datenschutz müsse mit der technischen Entwicklung Schritt halten und den Herausforderungen auch auf technischer Ebene begegnen. Daneben bedürfe es aber auch der Schaffung eines angemessenen Datenschutzbewussteins bei den Betroffenen. Datenschutz sei mehr denn je nicht nur eine Frage von Recht und Technik, sondern auch von Bildung und Erziehung.

 

2010/02/01

Prof. Andreas Dengel zum Ehrenprofessor der Osaka Prefecture University ernannt

Für seine langjährigen Verdienste und Beiträge zur gemeinsamen Entwicklung der Lehre und Forschung, des wissenschaftlichen und studentischen Austauschs sowie der Förderung einer stabilen Partnerschaft zwischen der Osaka Prefecture University, der Technischen Universität Kaiserslautern und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) wurde Prof. Dr. Andreas Dengel auf Beschluss der Fakultät des Departments of Computer Science and Intelligent Systems von Taketoshi Okuno, dem Präsidenten der japanischen Universität, zum Professor der Osaka Prefecture University (OPU) ernannt.

Dengel erhält diese hohe Auszeichnung der OPU als erster Ausländer und übt damit volles Lehr- und Prüfungsrecht an der dortigen Graduate School of Engineering aus. Der neue Ehrenprofessor freut sich über die Würdigung seine Engagements: "Dies ist nach über 12 Jahren einer überaus freundschaftlichen und erfolgreichen Zusammenarbeit eine große Ehre für mich".

"Diese Auszeichnung würdigt einen Kollegen, der für den Wissenschaftsstandort Kaiserslautern und seine internationale Bekanntheit und Vernetzung unermüdlichen Einsatz zeigt“, so der Präsident der Technischen Universität Kaiserslautern, Professor Helmut Schmidt.

Dengel, Standortleiter des DFKI in Kaiserslautern, ist Initiator und Mitglied des Institute of Document Analysis and Knowledge Science (IDAKS), das er vor 2 Jahren mit einigen japanischen Kollegen in Osaka gegründet hat und wo zur Zeit auch Informatikstudenten der TU Kaiserslautern im Rahmen ihrer Bachelor- und Doktorarbeiten forschen: "Es ist schön zu sehen, wie sich über die Jahre durch persönliches Engagement und den Austausch von Wissenschaftlern und Studenten ein kulturübergreifendes, enges Beziehungsnetzwerk ergibt, das nicht nur wissenschaftlich sondern auch menschlich eine große Bereicherung darstellt. Immer wieder kommen Kaiserslauterer Studenten mit dem Wunsch nach einem Forschungsaufenthalt in Japan auf mich zu, aber auch umgekehrt nimmt die Zahl der japanischen Anfragen stetig zu. So erwarten wir auch dieses Jahr wieder Studenten aus Osaka, die am DFKI und der TU für mehrere Monate wissenschaftlich arbeiten möchten."

Die Osaka Prefecture University ist eine von drei großen Universitäten im Ballungszentrum Osaka im Süden der japanischen Hauptinsel Honshu mit ca. 8.000 Studenten. Durch ihre stark wirtschaftliche Ausrichtung kann die OPU auf einen Drittmittelanteil am Gesamtetat von 30% verweisen und gehört mit ihren jährlich über 150 angemeldeten Patenten zu den Top 10% der japanischen Universitäten. Die TU Kaiserslautern, das DFKI und die OPU arbeiten eng auf den Gebieten Dokumenten- und Bildverarbeitung, Stift-Computer-Interaktion sowie Wissensmanagement zusammen. Die Partnerschaft ist seit September 2006 in einem Kooperationsvertrag zwischen den drei Institutionen manifestiert.

Kontakt

Udo Urban
Team Unternehmenskommunikation
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Tel.: + 49 (0)631 205 / 75 170
E-Mail: urban@dfki.de

2010/01/27

Institut für Technologie und Arbeit erfolgreich im Spitzencluster-Wettbewerb

Bei der gestrigen Entscheidung zum Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF gehörte das Institut für Technologie und Arbeit an der TU Kaiserslautern zu den großen Gewinnern. Als strategischer Partner war das ITA entscheidend an der Strategie- und Konzeptentwicklung des Spitzenclusters MicroTec Südwest beteiligt.

MicroTec Südwest ist ein Zusammenschluss von über 100 Akteuren aus Wissenschaft und Praxis. Neben den Excellence Universitäten Karlsruhe und Freiburg sind auf der Seite der Praxis internationale Spitzenunternehmen wie die Robert Bosch GmbH, Festo AG, Roche Diagnostics oder Carl Zeiss AG im Cluster vertreten.

Die Mikrosystemtechnik ist eine zentrale Zukunftstechnologie für den Standort Deutschland. Navigationsgeräte, Handys, ABS-Systeme sind typische Einsatzbereiche, wo Miniaturisierung und Präzision entscheidende Verkaufsargumente sind. In Zukunft wird die Bedeutung der Mikrosystemtechnik weiter rasant steigen. Sie liefert Lösungen zu so unterschiedlichen Bereichen wie Energieeffizienz, Bioimplantate oder Sicherheitstechnik.

Das im Rahmen des Spitzenclustervorhabens vom ITA koordinierte Leitprojekt wird sich mit unternehmensübergreifenden Innovationsprozessen befassen. Ziel ist, Produkte schneller am rasant wachsenden Markt für Mikrosystemtechnik zu platzieren und das Risiko des Scheiterns von Innovationen zu verringern. Das Leitprojekt hat ein Projektvolumen von über 3 Mio Euro.

Mehr Informationen zur Entscheidung:
Der Spitzencluster-Wettbewerb

Ansprechpartner:

Bernd Riedinger
Diplom-Verwaltungswissenschaftler
Institut für Technologie und Arbeit
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Kaiserslautern
Gottlieb-Daimler-Straße 42
67663 Kaiserslautern

Telefon: +49-(0)631-205 2934
Telefax: +49-(0)631-205 3397
E-Mail: bernd.riedinger@ita-kl.de
Internet: www.ita-kl.de

2010/01/26

Software-Cluster „Softwareinnovationen für das Digitale Unternehmen“ gewinnt Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung

Kaiserslautern, 26. Januar 2010 — Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat am Dienstag die Sieger der zweiten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs bekannt gegeben. Die fünf Gewinner fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt bis zu 200 Millionen Euro über fünf Jahre. Unter den Gewinnern des Wettbewerbs ist auch Europas größter Software-Cluster „Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen“. Der Cluster gilt als „Silicon Valley“ Europas und erstreckt sich über die Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf. In sechs Projekten sollen sowohl der Cluster selbst (Management, Vernetzung, internationale Präsenz, Aus- und Weiterbildung, Verwertung) als auch die technologische und methodische Erforschung und Entwicklung von Softwarelösungen für das digitale Unternehmen vorangetrieben werden. Allein diese Projekte haben einen Gesamtumfang von über 80 Millionen Euro. Weitere Ziele sind die Ausbildung von 5.000 Fachkräften in 5 Jahren, die Gründung von 30 Firmen im Kernbereich des Clusters und die Ansiedlung führender ausländischer Unternehmen in der Cluster-Region. Mit der Förderung durch das Bundesforschungsministerium möchten die Partner Europas größten Software-Cluster zu einem Technologiezentrum von globaler Bedeutung weiterentwickeln. Mit der Entscheidung stärkt die Bundesregierung die Softwareindustrie in Deutschland. Aktuelle Studien prognostizieren 430.000 neue Arbeitsplätze in der Softwareindustrie bis zum Jahr 2030. Software gilt schon heute als Schlüsseltechnologie zur Steigerung von Wertschöpfung und Produktivität.

Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Rombach war als Standortsprecher für Kaiserslautern einer der Präsentatoren gegenüber der Spitzencluster-Jury am Montag in Berlin. Rombach zu der positiven Entscheidung des BMBF: „Wieder einmal ist der IT-Standort Kaiserslautern an einem strategischen Förderprojekt der Bundesregierung direkt beteiligt. Dass die Wahl ausgerechnet auf unser Spitzencluster-Modell gefallen ist, liegt nicht zuletzt an den renommierten Partnern aus der Region.“

Im wissenschaftlichen Bereich sind neben dem Fraunhofer IESE im Cluster der Region auch das Fraunhofer ITWM, das DFKI und der Fachbereich Informatik an der TU Kaiserslautern beteiligt. Darüber hinaus sind viele Software- und Anwenderfirmen wie Insiders Technologies GmbH, John Deere, Netbiscuits GmbH, proALPHA Software AG, SIEDA GmbH, SmartFactory KL e.V. sowie die STI e.V. Kaiserslautern beteiligt.

Das Cluster ist für weitere KMUs offen; dieses Netzwerk wird über die STI e.V. Kaiserslautern organisiert werden.

Rombach weiter: „Wir alle profitieren von dieser Entscheidung, da dieser internationale Leuchtturm auch zur verstärkten Sichtbarkeit des Wissenschafts-, Ausbildungs- und Wirtschaftsstandorts Kaiserslautern beitragen wird.“

Mit dem Wettbewerb möchte das Ministerium die Innovationspolitik in Deutschland stärken. Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft sollen ihre Ideen schneller in neue Produkte und Dienstleistungen umsetzen und ihre vorhandenen Stärken besser nutzen. Im Software-Cluster sind die großen deutschen Hersteller von Unternehmenssoftware IDS Scheer AG, SAP AG und Software AG sowie über 350 kleine und mittlere Unternehmen der Unternehmenssoftwarebranche wie die IMC AG, die Seeburger AG, die proALPHA Software AG und die intelligent views gmbh vertreten.

Die drei führenden Informatikforschungszentren (DFKI, Fraunhofer, FZI) und die renommierten Informatikfakultäten der TU Darmstadt – vertreten durch das LOEWE-Zentrum CASED –, der TU Kaiserslautern, des Karlsruher Instituts für Technologie und der Universität des Saarlandes bringen ihre Kompetenzen in Forschung, Entwicklung und Ausbildung in den Cluster ein. Langfristig möchte der Spitzencluster zum weltweit führenden Technologiezentrum im Bereich emergente Software für digitale Unternehmen werden. Schon heute ist die Region als „Silicon Valley“ Europas bekannt.

Emergente Software kombiniert dynamisch und flexibel eine Vielzahl von Komponenten unterschiedlicher Hersteller, um die hochkomplexen Anforderungen globalisierter Unternehmen zu erfüllen. Diese Software passt sich dynamisch an die Anforderungen aus dem Markt und im Geschäftsumfeld an, unterstützt komplexe und dynamische Unternehmensnetzwerke und ermöglicht innovative Dienstleistungen im zukünftigen Internet. Das Prinzip der emergenten Software gilt als Schlüsselinnovation für das digitale Unternehmen und das Internet der Zukunft.

Es gilt, die Transformation von Unternehmen, die IT bisher nur als Werkzeug zur Unterstützung ihrer traditionellen Prozesse verwenden, in vollständig digitale Unternehmen zu ermöglichen. Zukünftig werden Volkswirtschaften und Wohlstand in der Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft davon abhängen, wie gut es den Unternehmen gelingt, sich als digitale Unternehmen zu positionieren.

Zitate:

Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, DFKI:
„Der Spitzencluster wird in unseren drei Living Labs eine enorme Schubkraft bei der praktischen Umsetzung unserer Forschungsexzellenz in disruptive Produktfunktionen entfalten und so die IKT als Innovationsmotor Nr. 1 zum Turbolader für neues Wirtschaftswachstum machen.“

Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Rombach, Fraunhofer IESE:
„Die für Deutschland und Europa einmalige Qualität und Quantität von Forschungskompetenz und Softwarefirmen hat das Potenzial einer führenden, internationalen Marktposition für innovative Geschäftsprozesssoftware auf der Basis emergenter Prinzipien.“

Dr. Volker Zimmermann, IMC AG:
„Das Spitzencluster Software spiegelt den Trend zu Unternehmenslösungen wider, die nicht mehr von einem Hersteller kommen, sondern von Anbietern, die gemeinsam ihre Lösung als Service anbieten. Für die IMC ist dies die Chance, als mittelständisches Unternehmen die Zusammenarbeit mit andern „Hidden Champions“ und globalen Playern zu beschleunigen.“

Peter Gérard, IDS Scheer AG:
„Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, die Jury von unserer langfristigen Cluster-Strategie zu überzeugen. Wie den anderen beteiligten Unternehmen auch, war es IDS Scheer ein besonderes Anliegen, durch zielgerichtete Forschung und Entwicklung, aber auch durch die Vernetzung von Wissen und Fähigkeiten, die Grundlage dafür zu schaffen, dass innovative Produkte und Dienstleistungen schneller und damit erfolgreicher am Markt umgesetzt werden können. Wir stellen uns gerne der Herausforderung, nun unsere Ideen und Konzepte in den geplanten Spitzenclusterprojekten zu realisieren.“

Jörg Kleinz, intelligent views gmbh:
„Die Spitzenclusterförderung ist eine wichtige Grundlage dafür, dass Softwareinnovationen für digitale Unternehmen entstehen können und dass wichtige Beitrage von kleinen und mittleren Softwareunternehmen optimal eingebracht werden können. Die Softwareindustrie ist einer der Zukunftstreiber für unser Land und gerade im Bereich Unternehmenssoftware führend. Als kleines Unternehmen sind wir natürlich froh, im Strategieboard bei diesem Projekt unseren Beitrag leisten zu können und verstehen unsere Aufgabe neben dem Einbringen unserer semantischen Technologie auch darin, die Sichtweise von KMU zu vertreten.“

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, BITKOM:
„Der Ausbau des international wettbewerbsfähigen Software-Clusters ist eine Grundvoraussetzung zur Schaffung international konkurrenzfähiger Einheiten.“

Werner Ernst, proALPHA Software AG:
„Immer komplexer werdende Unternehmensprozesse müssen sich automatisch an veränderte Rahmenbedingungen anpassen können. Das ereignisgesteuerte proALPHA Workflowmanagement ist eine hervorragende Grundlage, die aber nur auf der Basis globaler Standards die nötige Wirkung entfalten kann. Die kooperative Zusammenarbeit von mittelständischen Unternehmen wie proALPHA mit Forschungsinstituten und den Großen der Branche im Rahmen solcher Spitzencluster ist eine notwendige Voraussetzung dafür.“

Léo Apotheker, SAP:
„Die Förderung von Spitzenclustern ist der richtige Ansatz, um Deutschlands technologische Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und somit nachhaltiges Wachstum und zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen. Die Auszeichnung des erfolgreichen Clusters „Softwareinnovationen für das Digitale Unternehmen“ als Spitzencluster durch das Bundesforschungsministerium ist besonders erfreulich, weil damit die strategische Bedeutung von Unternehmenssoftware in einer weltweit vernetzten Geschäftswelt hervorgehoben wird. Innovative Software unterstützt dynamische Prozesse und gewährleistet Transparenz für alle Unternehmensbereiche und über Unternehmensgrenzen hinweg. Der Cluster birgt daher großes Potenzial für die gesamte Wirtschaft in der Internet-Gesellschaft.“‪

Bernd Seeburger, Seeburger AG:
„Das Vorhaben ist für die SEEBURGER AG von besonderer Bedeutung, da es nicht nur die Regionen stärken wird, sondern auch deutschlandweit Signalwirkung entfalten kann. Gerade als mittelständisches Unternehmen, wo die vorhandenen Ressourcen schnell begrenzt sind, bieten sich hier gute Chancen, im Verbund mit Forschungsinstituten und Softwareherstellern neue innovative Impulse zu bekommen.“

Karl-Heinz Streibich, Software AG: 
„Ich freue mich sehr, dass wir den Spitzencluster-Wettbewerb von Bundesforschungsministerin Annette Schavan gewonnen haben. Es war immer unser Ziel, zusammen mit allen Partnern in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, unser Software-Cluster weltweit bekannt zu machen. Ich bin mir sicher, dass wir mit der Unterstützung durch die Bundesregierung dieses Ziel erreichen können. Beispiele wie Silicon Valley oder Bangalore zeigen, dass gerade in der IT- und Softwareindustrie international führende Unternehmen in Clustern entstehen. Der Konsolidierungsprozess im Softwaremarkt ist im vollen Gange. Cluster und Allianzen bieten einen Lösungsansatz, um die europäische Softwareindustrie zu stärken. Das Software-Cluster ist damit unverzichtbarer Teil einer erfolgreichen Innovationspolitik in Deutschland.“

Ansprechpartner:

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Reinhard Karger, DFKI, +49 (0)681-302-5253
reinhard.karger@dfki.de

Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Alexander Rabe, Fraunhofer IESE, +49 (0)631-6800-1002
alexander.rabe@iese.fraunhofer.de

IDS Scheer AG
Irmhild Plaetrich, IDS Scheer, +49 (0)681-210-3680
irmhild.plaetrich@ids-scheer.com

SAP AG
Hilmar Schepp, SAP AG, +49 (0) 62 26-74 67 99
hilmar.schepp@sap.com

SEEBURGER AG
Konstanze Prinz, SEEBURGER AG, +49 (0)7252-96-1117
k.prinz@seeburger.de

Software AG
Norbert Eder, Software AG, +49 (0) 6151- 92-1146
Norbert.Eder@softwareag.com

Technische Universität Darmstadt
Jörg Feuck, TU Darmstadt, +49 (0)6151-16-4731
feuck@pvw.tu-darmstadt.de

 

2010/01/20

The Science Alliance at the CeBIT 2010

Details on the systems demonstrated by members of the Science Alliance at the CeBIT in Hannover from March 2-6 are available here:

The Science Alliance at the CeBIT 2010

2010/01/18

Das Netz noch enger knüpfen: Kaiserslauterer Innovationszentrum für Applied System Modeling gegründet

»Science meets Engineering« ­ unter diesem Motto tritt seit Januar 2010 das neue Kaiserslauterer Innovationszentrum auf. Um vorhandene Kooperationen zu verstärken, rücken die beiden Fraunhofer-Institute für Experimentelles Software Engineering IESE und für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM sowie die Fachbereiche Informatik und Mathematik der TU Kaiserslautern noch enger zusammen.

Für das Innovationszentrum ist eine Laufzeit von acht Jahren geplant; in den ersten vier wird es mit insgesamt 12,8 Mio Euro gefördert. Geldgeber sind das Land Rheinland-Pfalz mit 6,4 Mio Euro sowie die Fraunhofer-Gesellschaft und die Kaiserslauterer Fraunhofer-Institute, die zusammen Eigenmittel in gleicher Größenordnung aufbringen werden. Aus Forschungskooperationen und Aufträgen werden weitere rund 3 Mio Euro in der ersten Phase erwartet. Im »Innovationszentrum für Applied System Modeling« sollen gemeinsame Strategien und Projekte effizienter vorangetrieben werden, die letztendlich zur Schaffung neuer Geschäftsfelder in innovativen Gebieten der angewandten Mathematik und Informatik führen sollen. Mit dem neuen Innovationszentrum tragen die Mathematik und die Informatik zur weiteren Profilstärkung des Standorts Kaiserslautern bei. Beide Querschnittstechnologien stellen Verbindungen zwischen zahlreichen Anwendungsfeldern her; ohne Mathematik und Informatik ist eine hochtechnisierte Lebensumwelt undenkbar, denn jedes innovative Produkt basiert mittlerweile auf Informationstechnologie und virtuellen Entwicklungsschritten.

»Die TU Kaiserslautern sieht in der Einrichtung des Innovationszentrums mit der Querschnittsaufgabe Nachwuchsförderung die Chance, ihre besonderen Stärken in der Graduiertenausbildung weiter auszubauen. Die weitere Vernetzung der anwendungsorientierten Forschungsrichtungen der TU Kaiserslautern im Verbund mit den Fraunhofer-Instituten fördert entscheidend den Prozess der Profilschärfung der Universität«, so Prof. Burkard Hillebrands, Vizepräsident für Forschung und Lehre der TU Kaiserslautern.

Kaiserslautern bietet sich als Standort für ein Innovationszentrum an, denn in Forschung und Lehre belegen die Fachbereiche Mathematik und Informatik seit Jahren Spitzenplätze in den deutschen Hochschul-Rankings. »Das Innovationszentrum führt die Kompetenzen der Ingenieurwissenschaften und der Mathematik/Informatik in gemeinsamen Entwicklungsprojekten zusammen. Mittelfristig entstehen daraus neue Geschäftsfelder, die die Wettbewerbsfähigkeit der Kaiserslauterer Fraunhofer-Einrichtungen nachhaltig verstärken«, sagt Prof. Dieter Prätzel-Wolters, Leiter des Fraunhofer ITWM. Prof. Dieter Rombach, Leiter des Fraunhofer IESE, ist überzeugt, dass »schnelle Innovation von enger Kooperation zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung lebt. Diese bereits in der Vergangenheit auf Projektebene erfolgreich umgesetzte Praxis wird mit dem Innovationszentrum Kaiserslautern nun institutionalisiert und breiter aufgestellt«.

Die große Praxisnähe dieser Disziplinen beweisen nicht zuletzt die beiden Fraunhofer-Institute, die sich Mitte der 90er Jahre aus den Fachbereichen entwickelt haben und weiterhin eng mit ihnen verzahnt sind. Hinzu kommt die mit Unterstützung des Landes im Jahr 2005 gegründete Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik IPM. Auch sie stehen für das Motto des neuen Zentrums: »Science meets Engineering«. Ausgelotet werden soll in den kommenden Jahren das Innovationspotenzial unter anderem in den Bereichen erneuerbare Energien, virtuelle Produktentwicklung für Fahrzeugtechnologien, eingebettete Softwaresysteme und Softwarekonstruktion für parallele Rechnerarchitekturen. Fachlich decken diese Projekte die derzeit aktuellen Problemfelder der angewandten Mathematik und der Informatik ab.

Am 19. Februar werden Ministerin Doris Ahnen und der Forschungsvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Ulrich Buller, das Kaiserslauterer Innovationszentrum feierlich eröffnen.

2010/01/18

Fraunhofer IESE erweitert Geschäftsfelder: Dr. Daniel Görlich leitet „Automation und Anlagenbau“

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern hat zum Jahresbeginn seine Geschäftsfelder erweitert. Als fünftes Geschäftsfeld wurde jetzt der Bereich „Automation und Anlagenbau“ ins Leben gerufen. Geleitet wird das neue Geschäftsfeld von Dr. Daniel Görlich.

Der gebürtige Berliner promovierte mit Auszeichnung an der Technischen Universität Kaiserslautern und war als Senior Consultant für Innovative Fabriksysteme am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) mit der Akquise und Leitung von Industrieprojekten sowie der Beantragung und Leitung von Forschungsprojekten unter anderem im Rahmen der Technologie-Initiative SmartFactoryKL betraut.
Als Manager des neuen IESE-Geschäftsfeldes „Automation und Anlagenbau“ sieht Dr. Görlich in der nachhaltigen Verankerung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse in der industriellen Anwendung großes Potenzial: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die effektive Innovationsentwicklung ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, der sich sehr schnell auszahlen kann.“
Neben dem Geschäftsfeld „Automation und Anlagenbau“ sind am Fraunhofer IESE die Geschäftsfelder „Automobil- und Transportsysteme“, „Gesundheitswesen und Medizintechnik“, „Informationssysteme“ und „eGovernment“ angesiedelt.

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering
Das Fraunhofer IESE gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklung. Die Produkte unserer Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Informationssysteme und medizintechnische Geräte bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Unsere Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit sind wir der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.
Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer tragen wir seit über einem Jahrzehnt maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik, dem auch das Fraunhofer ITWM angehört, engagieren wir uns gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.
Das Fraunhofer IESE ist eines von 59 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten wir die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei. Das Institut ist nach 2008 wiederholt als Teil des Fraunhofer-Zentrums Kaiserslautern offiziell »Ausgewählter Ort 2009« im Wettbewerb »365 Orte im Land der Ideen«.

2009/12/15

Investitionen an der TU Kaiserslautern mittels Konjunkturprogramm II

Die TU Kaiserslautern erhält aus dem Konjunkturprogramm II insgesamt rund 14,7 Millionen Euro Fördermittel aus Bundesmitteln und aus dem Sonderprogramm „Für unser Land: Arbeitsplätze sichern – Unternehmen unterstützen – nachhaltig investieren“, mit dem Rheinland-Pfalz das Konjunkturprogramm II umsetzt. Die Mittel fließen in mehrere Baumaßnahmen (6,5 Millionen Euro), in die Anschaffung von Großgeräten (2,6 Millionen Euro), in allgemeine Einrichtungen (4,2 Millionen Euro) und in die IT-Ausstattung (1,4 Millionen Euro). Prof. Dr. Helmut J. Schmidt, Präsident der TU Kaiserslautern, und Wissenschaftsstaatssekretär Michael Ebling stellten heute im Rahmen eines Pressegesprächs die Projekte im Rahmen des Konjunkturprogramms II an der TU vor.

„Die TU Kaiserslautern profitiert in vielfältiger Weise vom Konjunkturprogramm II. Mit den Investitionen aus dem rheinland-pfälzischen Sonderprogramm und den Bundesmitteln werden Gebäude und Ausstattung der Universität in erheblichem Umfang modernisiert und damit die Rahmenbedingungen für gute Lehre und Forschung weiter verbessert. Die Maßnahmen bedeuten für die Studierenden auch eine Verbesserung der allgemeinen Studienbedingungen, etwa durch eine neue Kindertagesstätte auf dem Campus oder die energetische Sanierungen der Wohnheime. Insgesamt stellen die Maßnahmen im Konjunkturprogramm eine weitere deutliche Stärkung des Wissenschaftsstandortes Kaiserslautern dar“, betonte Wissenschaftsstaatssekretär Michael Ebling.

TU-Präsident Helmut J. Schmidt zeigte sich erfreut über den Umfang der Investitionen und betonte, „dass das Gesamtpaket von 14,7 Millionen Euro deutlich macht, dass seitens des Landes an der TU Kaiserslautern „investiert“ und damit die Zukunft gesichert wird. Mit diesen Mitteln können weitere wichtige Investitionen realisiert werden, die sowohl für die Wissenschaftler als auch für die Studierenden der TU eine signifikante Verbesserung darstellen.“

Von den geplanten Baumaßnahmen entfallen circa eine Million Euro auf den Anbau an das Internationale Begegnungszentrum (IBZ). Es werden Büro-und Besprechungsflächen für fünf neue Professuren im Rahmen der Mathematikinitiative entstehen. Die umfangreichsten Berufungsumbauten werden in den Fachbereichen Physik (2,0 Millionen Euro; Neuausstattung von Laborflächen, Herrichtung von Büroflächen, Anpassung von Laborflächen an geänderte Benutzeranforderungen, Entkernen einer halben Etage, neue Raumzuschnitte, Anpassung an Brandschutzbestimmungen), Maschinenbau und Verfahrenstechnik (1,4 Millionen Euro; Renovierung von Laborflächen, sicherheitstechnische Anpassung an den Stand der Technik, Herstellung eines Reinraumes zur Sicherstellung der klimatischen Bedingungen für Mikrozerspanungsmaschinen) sowie Chemie (940.000 Euro; Erneuerung von Praktikumsplätzen, Anpassung von technischen Installationen an die neuen Anforderungen) getätigt.

Hubert Heimann, Geschäftsführer des Landesbetriebs LBB, erläuterte: "Neben dem Neubau des Mathematikinstituts werden von uns an der Technischen Universität Kaiserslautern zehn Einzelmaßnahmen im Bestand mit einer Fläche von rund 4.500 m² modernisiert und umstrukturiert. Die Vielzahl der Baustellen, die Komplexität der einzelnen technischen Laborumbauten, aber auch die Notwendigkeit die Bautätigkeit im laufenden Betrieb zu organisieren, machen diese Maßnahmen zu einem für den Landesbetrieb LBB außerordentlich anspruchsvollen Großprojekt.  

Die Investitionen in Großgeräte werden über die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beantragt und begutachtet. Damit wird die wissenschaftliche Notwendigkeit der Geräte sichergestellt. Die DFG hat mittlerweile die Anschaffung eines Brandofens zur Durchführung von Brandversuchen an Bauteilen und Baustoffen inklusive einer Halle (1,8 Millionen Euro) für den Fachbereich Architektur/Raum- und Umweltplanung/Bauingenieurwesen (ARUBI) befürwortet. Des Weiteren ist der Erwerb eines 3-Achs CNC Gerätes (475.000 Euro) für die Zentrale Metallwerkstatt zur Unterstützung von Forschung und Lehre vorgesehen. In den Aufbau eines Lenkungs-Funktionsprüfstandes im Fachbereich Maschinen und Verfahrenstechnik werden 440.000 Euro investiert. Das Femto- bzw. Nanosekunden Lasersystem im Fachbereich Physik wird mit 310.000 Euro gefördert.

Die Fachbereiche der TU Kaiserslautern werden im Rahmen der allgemeinen Einrichtungen mit neuen Geräten (1,7 Millionen Euro) ausgestattet und erhalten zusätzlich für die dezentrale IT-Ausstattung für Studierende und Wissenschaftler 1,2 Millionen Euro. Die Modernisierungs- und energetischen Sanierungsmaßnahmen im Regionalen Hochschulrechenzentrum (RHRK) betragen 550.000 Euro.

Stefan Lorenz, Kanzler der TU Kaiserslautern, erläuterte, dass auch Finanzmittel für zentrale Projekte bereitgestellt werden können, zum Beispiel für einen neuen Studierendenausweis mit Chip-Karte (286.000 Euro) zusammen mit der FH Kaiserslautern und dem Studierendenwerk sowie für eine zentrale Zählerinfrastruktur zur Erfassung der Energieströme und damit zur Umsetzung eines Energiecontrollings an der TU Kaiserslautern.

Ansprechpartner:

Dipl.-Volkswirt Thomas Jung
Leiter PR und Marketing
TU Kaiserslautern
Gottlieb-Daimler-Straße 47
67663 Kaiserslautern

Tel.: +49 (0) 631/205-2049
Fax:  +49 (0) 631/205-3658
E-mail: thjung@verw.uni-kl.de

2009/11/19

Two JEC Awards for Institut fuer Verbundwerkstoffe (IVW)

At the JEC Composites Show in Paris, the largest composite fair in Europe, the Institut fuer Verbundwerkstoffe received two innovation awards on March 24, 2009.

Together with its project partners KUKA, Bond Laminates, Jacob Composite, and the Department of Production Engineering and Plant Organization - FBK of the University of Kaiserslautern the institute received the innovation award in the category automation for the development of a flexible welding technique to join three-dimensional fiber polymer composites. This joining process enables the welding of fiber reinforced polymer composites with three-dimensional welding seams and aims at applications in the automotive industry. The technique is characterized by short process times, high variability regarding the join partners and the potential to carry out detachable weld joints.

For the development of a fully automated tape placement head to process continuously fiber reinforced thermoplastic tapes, operated at a 6-axle articulated robot,  the institute and its project partner Airbus received the JEC innovation award in the category process. The tape placement head is assembled as modular system, ensuring a further expansion. Plane and multiple curved structures can be realized. The successful research work is continued in the framework of the current aviation research program in close co-operation with Airbus. The novel technology shall be applied to airplanes of the future, which will predominantly consist of carbon fiber reinforced polymers (CFRP).

Contact

Ilona Pointner
Institute for Composite Materials (IVW) GmbH
Public Relations
Erwin-Schroedinger-Str., Geb. 58
67663 Kaiserslautern
Germany
Tel:  +49 (0) 631 2017 102
Fax: +49 (0) 631 2017 199
Internet: http://www.ivw.uni-kl.de

2009/10/08

Hohe internationale Anerkennung für Prof. Zink von der TU Kaiserslautern

Prof. Dr. Klaus J. Zink, Inhaber des Lehrstuhls für Industriebetriebslehre und Arbeitswissenschaft und Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Technologie und Arbeit (ITA) an der TU Kaiserslautern, wurde in die International Academy for Quality (IAQ) aufgenommen. Die IAQ ist ein Zusammenschluss international anerkannter Persönlichkeiten, die sich um das Themenfeld „Qualität“ verdient gemacht haben. Das Ziel dieser Initiative ist die weltweite Verbreitung des Wissens, des Verständnisses und der Kommunikation der Philosophie, Theorie und Praxis aller Maßnahmen, die durch das Erreichen von Qualität zum Wohl der Menschen beitragen wollen. Zink ist derzeit der einzige Lehrstuhlinhaber aus Deutschland, der diese Ehrung erfährt.

Prof. Zink hat sowohl das Konzept der Quality Circles als Form der Mitarbeiterbeteiligung mit dem Ziel kontinuierlicher Verbesserung als auch die Philosophie des Total Quality Management in Deutschland bekannt gemacht. Seine Bücher zu diesen Themen werden nach wie vor als führend angesehen. Er hat Deutschland in der Jury für den European Quality Award vertreten und war viele Jahre Vorsitzender der Jury des Ludwig-Erhard-Preises für Spitzenleistungen im Wettbewerb, dem führenden deutschen Qualitätspreis.

In der akademischen Ausbildung hat er sehr früh entsprechende Zertifikats- und Masterstudiengänge zusammen mit dem Zentrum für universitäre Weiterbildung an der TU Kaiserslautern entwickelt. Er ist Gründungs-mitglied des European University Networks for Total Quality Management und gehört seit Beginn dem Academic Board dieses Netzwerkes an. Seit vielen Jahren ist er u.a. Mitglied der Herausgeberbeiräte der Zeitschriften Total Quality Management and Organizational Excellence und The TQM Journal. Darüber hinaus beteiligt er sich an der Multinational Alliance for the Advancement of Organizational Excellence (MAAOE).

Für seine internationalen Aktivitäten auf dem Gebiet der Arbeits-wissenschaft - und damit seinen Beiträgen zur Verbesserung der Qualität des Arbeitslebens - wurde er schon 2000 Fellow der International Ergonomics Association und erhielt 2006 den Distinguished International Colleague Award der Human Factors and Ergonomics Society der USA.

Ansprechpartner:

Bernd Riedinger
Diplom-Verwaltungswissenschaftler
Institut für Technologie und Arbeit
Bereich Arbeit und Soziales
Technische Universität Kaiserslautern
Gottlieb-Daimler-Straße 42
67663 Kaiserslautern

Telefon: +49-(0)631-205 2934
Telefax: +49-(0)631-205 3397
E-Mail:  bernd.riedinger@ita-kl.de
Internet: www.ita-kl.de/

DFKI FH Fraunhofer IESE Fraunhofer ITWM IBWF IFOS ITA IVW MPI TU DFKI FH Fraunhofer IESE Fraunhofer ITWM IBWF IFOS ITA IVW MPI TU
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