Mitglieder der Science Alliance sind die Technische Universität Kaiserslautern, die Fachhochschule Kaiserslautern und acht Forschungsinstitute, die zum Teil als Ausgründungen aus der TU Kaiserslautern hervorgegangen sind. Durch ihre erfolgreiche Arbeit in den vergangenen Jahren haben sie den ausgezeichneten Ruf Kaiserslauterns als Studien-, Forschungs- und Technologiestandort mit begründet.

Komplexe wissenschaftliche und technologische Fragestellungen beanspruchen zu ihrer Lösung heutzutage in der Regel mehr als nur eine Disziplin. In der anwendungsorientierten Forschung kommen sich ständig beschleunigende Innovationszyklen hinzu. Aufwendige Forschungsvorhaben wenden sich deshalb vermehrt an Forschungsverbünde oder sogenannte „Cluster“, in denen Kooperationspartner aus Wissenschaft und Industrie unterschiedliche Kompetenzen auf bestimmte Fragestellungen hin fokussieren.
Eine der wesentlichen Aufgaben der Science Alliance besteht darin, die Potentiale interdisziplinärer Forschung zu erschließen und in der Praxis nutzbar zu machen. Erfolgreich praktiziert wird dies unter anderem bereits in den beiden Forschungszentren der TU Kaiserslautern. Während es im "Center for Mathematical and Computational Modelling“ (CM²) darum geht, mathematische Modelle in den Ingenieurwissenschaften zu optimieren, erforscht das "Zentrum für Optik und Materialwissenschaften“ (OPTIMAS) die Wechselwirkungen von Licht, Spin und Materie und thematisiert auf dieser Grundlage anwendungsorientierte Fragestellungen aus der Physik, Chemie, Biologie und den Materialwissenschaften.
Wie es beispielhaft im Fraunhofer-Innovationscluster "Digitale Nutzfahrzeugtechnologie" bereits geschieht, soll industriellen Kooperationspartnern zur Lösung ihrer Fragestellungen von der Grundlagenforschung bis hin zur Produkt- und Prozessentwicklung ein Disziplinen übergreifendes Forschungsumfeld geboten werden, das innovative Lösungen unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Technologien ermöglicht. Im Fall des Nutzfahrzeug-Clusters geht es beispielsweise darum, die Software gestützten Entwicklungs-, Planungs- und Fertigungsprozesse in der Nutzfahrzeugindustrie in Kooperation mit den Herstellern und Zulieferern zu optimieren.
Von der Vielfalt der im Rahmen der Science Alliance eröffneten Möglichkeiten profitieren indes nicht nur Kooperationspartner aus der ganzen Welt, sondern auch und gerade Studierende und Doktoranden, die sich bereits frühzeitig in ihrem Studium als vollwertige Mitglieder in internationalen Teams komplexen bereichsübergreifenden Fragestellungen in den unterschiedlichen Forschungsabteilungen der einzelnen Institute widmen können.

Als Technologiestandort profitiert Kaiserslautern von kurzen Wegen und einem exzellenten Netzwerk, in das die Stadt, das Land Rheinland-Pfalz, die wissenschaftlichen Einrichtungen und die ortsansässigen Wirtschaftsunternehmen gleichermaßen eingebunden sind.
Ein Beispiel ist die Kooperation der Gemeinnützigen Baugesellschaft Kaiserslautern AG mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering im Rahmen des Pilotprojekts „Ambient Assisted Living“. Hier ermöglicht die räumliche Nähe der Partner die gemeinsame Entwicklung und exemplarische Umsetzung zukunftsweisender Konzepte für ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter als Musterlösungen für kommunale Bauträger anderer Städte und Gemeinden.
Mit der SmartFactory betreibt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz eine in Europa einzigartige Technologie- und Demonstrationsplattform für den Einsatz und die Erprobung modernster Industrieanlagentechnik unter Mitwirkung der TU Kaiserslautern und zahlreicher Firmen aus der Region. Die jahrelange Kooperation des Fraunhofer Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik hat eine mittelständische Gießerei aus der Region deutschlandweit zum Technologieführer gemacht.
Die Stadt unterstützt den Expansionsbedarf der Institute sowie die Ansiedlung von Ausgründungen und Unternehmen durch eine aktive Wirtschaftsförderung und die Ausweisung zentrumsnaher Flächen wie beispielsweise des PRE-Uni-Parks oder die geplante Konversion des ehemaligen Pfaff-Geländes in einen Technologiepark. Hinzu kommen zahlreiche private Initiativen wie der „Diemersteiner Kreis“, in dem Vertreter lokaler Wirtschafts- und Forschungsunternehmen potentielle Unternehmensgründer unterstützen.
Zahlreiche Ausgründungen und Unternehmensansiedlungen bestätigen den Erfolg der anwendungsorientierten Forschung innerhalb der Science Alliance Kaiserslautern.